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Eine Firmenpension ist kein zusätzlicher Aufwand - sie ist Umlenkung. Bei einem Sparbeitrag von € 14.400/Jahr sparen Sie rund € 11.655 an Steuern und Sozialversicherung. Aus € 18.648 Brutto-Gehaltsaufwand würden netto rund € 7.200 beim GF ankommen. Aus dem gleichen Beitrag in die Firmenpension fließen volle € 14.400 ins Pensionskapital.
Die echten Kosten: ein Verwaltungskostenanteil im Allianz-Tarif (typischerweise 2–6 % des Beitrags). Beratung und Strukturierung kosten Sie € 0, weil wir über die Allianz vergütet werden.
1. Die ehrliche Antwort: Sie zahlen nichts Neues
Die häufigste Frage in der Erstberatung lautet: „Was kostet mich das Ganze am Ende wirklich?" Die Antwort überrascht - und sie ist der eigentliche Hebel der Firmenpension.
Eine Firmenpension ist kein zusätzlicher Aufwand, sondern eine Umlenkung. Geld, das heute aus dem GmbH-Gewinn als Körperschaftsteuer, Lohnnebenkosten und Lohnsteuer in die Republik fließt, wird umgeleitet - in Ihre eigene Pension.
Konkret: Statt einen Teil des Gewinns als zusätzliches GF-Gehalt auszuzahlen (und mit 50 % Grenzsteuer plus 29,5 % Lohnnebenkosten zu belasten), wird derselbe Betrag in eine Firmenpension einbezahlt. Das ist Betriebsausgabe, mindert die KöSt-Basis um 23 %, fließt nicht über die Lohnverrechnung und damit ohne Lohnnebenkosten und ohne Lohnsteuer. Das gesamte Kapital bleibt im System und arbeitet für Sie weiter.
2. Was geht in welche Tasche?
Der monatliche Sparbeitrag teilt sich auf drei Posten auf. Wichtig: diese Aufteilung wird in jedem Allianz-Angebot vor Vertragsabschluss transparent ausgewiesen.
Sparanteil
~ 92–96 %
Fließt in die Veranlagung und wird verzinst (Allianz-Standardszenario 3,0 % p.a.).
Risikoanteil
~ 0–4 %
Optional: Ableben, Berufsunfähigkeit oder Hinterbliebenenrente.
Verwaltungskosten
~ 2–6 %
Allianz-Tarif. Über die gesamte Laufzeit eingerechnet.
Die exakte Höhe hängt vom gewählten Allianz-Tarif, vom Eintrittsalter und von den optionalen Zusatzbausteinen ab. Bei einer reinen Pensions-Sparvariante ohne Hinterbliebenenrente liegt der Sparanteil typischerweise im oberen Bereich von 95 %.
3. Beispielrechnung: € 14.400 Sparbeitrag pro Jahr
Vergleichen wir zwei Wege, denselben Euro-Betrag aus dem GmbH-Gewinn zu nutzen. Annahme: € 300.000 Jahresgewinn, GF-Bezug € 7.500 brutto/Monat, € 14.400/Jahr „zusätzlich" verwendet.
Vergleich · Stand 2026
Variante A: € 14.400 als zusätzliches GF-Gehalt
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Bruttogehalt-Erhöhung | € 14.400 |
| + Lohnnebenkosten DG (~29,5 %) | € 4.248 |
| GmbH-Aufwand gesamt | € 18.648 |
| − Lohnsteuer GF (Grenze 50 %) | − € 7.200 |
| − Pflicht-SV-Beitrag GF (~17,5 %, soweit nicht HBGL überschritten) | − € 0–2.500 |
| Netto beim GF | € 4.700–7.200 |
Vergleich · Stand 2026
Variante B: € 14.400 in die Firmenpension
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Beitrag als Betriebsausgabe | € 14.400 |
| Lohnnebenkosten DG | € 0 |
| Lohnsteuer GF | € 0 |
| KöSt-Ersparnis GmbH (Beitrag × 23 %) | € 3.312 |
| Vollständig im Pensionskapital | € 14.400 |
Während Variante A nach 20 Jahren rund € 100.000–144.000 Netto-Pensionskapital ergibt (wenn der GF den Netto-Betrag selbst spart), erreicht Variante B bei 3,0 % p.a. Verzinsung über 20 Jahre rund € 390.000 Endkapital. Der Unterschied: rund € 250.000.
4. Was ist überhaupt der „Sparbeitrag"?
Der Sparbeitrag ist der monatliche oder jährliche Betrag, den die GmbH in den Pensionsvertrag einbezahlt. In der Fachsprache spricht man von „Beitrag zur betrieblichen Pensionsvorsorge". Wir nennen ihn bewusst Sparbeitrag, weil das ist, was er tut: er wird angespart.
Drei Punkte machen ihn besonders:
- Steuerlich Betriebsausgabe: Der Beitrag mindert den Gewinn der GmbH und reduziert damit die Körperschaftsteuer um 23 % des Beitrags.
- Sozialversicherungsfrei: Beiträge zur direkten Leistungszusage unterliegen weder Dienstgeber- noch Dienstnehmer-SV-Beiträgen - anders als normales Gehalt.
- Beim GF nicht als Einkommen versteuert: Die Lohnsteuer auf den Beitrag wird in die Auszahlungsphase verschoben. Bei Pensionsantritt liegt der Grenzsteuersatz in der Regel niedriger als während der Erwerbszeit - oder es greift der Hälftesteuersatz bei Einmalauszahlung.
5. Verwaltungskosten und Allianz-Anteile
Ein Allianz-Tarif für die Firmenpension hat - wie jede Versicherung - Verwaltungskosten. Diese werden transparent im Angebot ausgewiesen und gliedern sich grob in drei Posten:
- Abschlusskosten (Alpha-Kosten): einmalig, werden auf die ersten Jahre der Laufzeit verteilt.
- Verwaltungskosten (Beta-Kosten): laufende prozentuale Belastung auf den Beitrag, typischerweise 2–6 %.
- Kapitalanlagekosten (Gamma-Kosten): bezogen auf das verwaltete Kapital, üblicherweise 0,1–0,8 % p.a.
Wichtig: Diese Kosten sind im garantierten Beitragssatz und in den Verzinsungs-Szenarien des Allianz-Angebots bereits eingerechnet. Wenn das Allianz-Angebot eine garantierte Mindestpension von etwa € 2.130/Monat zeigt, ist das die Pension nach allen Kosten - nicht davor.
Die im Steuer-Spar-Rechner und in der PDF-Auswertung verwendete Verzinsung von 3,0 % p.a. (realistisches Szenario) ist ebenfalls nach Kosten ausgewiesen.
6. Honorar oder Vergütung - wer zahlt eigentlich uns?
Sie zahlen uns kein Honorar. Weder für die Fallprüfung noch für die Strukturierung, Umsetzung und laufende Betreuung. Unsere Vergütung erfolgt direkt durch die Allianz Elementar Versicherungs-AG und ist in der Versicherungsprämie kalkulatorisch enthalten - Sie zahlen also keinen Cent zusätzlich.
Diese Konstruktion ist gesetzlich klar geregelt (§ 137f, § 137g GewO - Versicherungsvermittlung). Auf Wunsch legen wir Ihnen die konkrete Höhe der Vermittlervergütung vor Vertragsabschluss offen.
Die volle rechtliche Dokumentation zu unserer Tätigkeit als Versicherungsagent - Beratungsgrundlage, Vergütungsstruktur, Beschwerdeweg, Beteiligungen - finden Sie in den Verbraucherinformationen.
7. Versteckte Kosten? Drei Punkte, die echt sind
Wir versprechen nicht, dass eine Firmenpension komplett gratis ist. Drei Punkte, die wir offen kommunizieren:
Wertpapierdeckung (§ 14 Abs. 5 EStG)
Bei einer direkten Leistungszusage muss die GmbH 50 % der Vorjahres-Pensionsrückstellung in qualifizierten Wertpapieren halten. Die Rückdeckungsversicherung der Allianz wird dafür angerechnet - das heißt: in der Praxis ist diese Anforderung mit dem Allianz-Tarif automatisch erfüllt. Fehlt die Deckung, wird ein 30 %-iger Strafzuschlag fällig. Bei korrekter Strukturierung trifft Sie das nicht.
Mindesterdienungszeit von 7 Jahren
Damit die Firmenpension steuerlich anerkannt wird, muss die Erdienungszeit zwischen Vertragsabschluss und Pensionsantritt mindestens 7 Jahre betragen (BMF-Einkommensteuerrichtlinien). Wer mit 60+ einsteigt, muss prüfen, ob das passt oder ob ein alternativer Weg (BKV, Pensionskasse) sinnvoller ist.
Liquiditätsbindung
Der Sparbeitrag verlässt das GmbH-Konto und fließt in die Allianz-Rückdeckungsversicherung. Vor dem Pensionsantritt ist er nicht zur freien Verfügung. Das ist der Preis für die steuerliche Begünstigung - und der Schutz davor, dass das Pensionskapital für etwas anderes „aufgebraucht" wird.
Häufige Fragen zur Kostenstruktur
Was kostet eine Firmenpension wirklich?
In den meisten Fällen kostet sie Sie netto € 0. Der Sparbeitrag fließt aus dem GmbH-Gewinn - derselbe Euro, der heute als KöSt (23 %), Lohnnebenkosten (29,5 %) und Lohnsteuer (50 %) wegschmilzt, bleibt durch die Firmenpension im System. Bei € 14.400/Jahr Beitrag sparen Sie rund € 11.655 an Steuern und Sozialversicherung.
Wie hoch sind die Verwaltungskosten im Allianz-Tarif?
Die Verwaltungskosten liegen typischerweise zwischen 2 % und 6 % des Beitrags, plus 0,1–0,8 % jährlich auf das verwaltete Kapital. Die exakten Werte stehen in jedem Allianz-Angebot transparent ausgewiesen. Wichtig: die im Angebot gezeigten Renten- und Kapitalwerte sind nach Kosten.
Gibt es ein Honorar für die Beratung?
Nein. Die Fallprüfung und die laufende Beratung sind für Sie kostenfrei. Unsere Vergütung erfolgt direkt durch die Allianz Elementar Versicherungs-AG und ist in der Versicherungsprämie kalkulatorisch enthalten. Sie zahlen kein zusätzliches Honorar.
Wie hoch ist der monatliche Sparbeitrag mindestens und maximal?
Untergrenze: rund € 200/Monat - alles darunter ist verwaltungsökonomisch nicht sinnvoll.
Obergrenze: die Überversorgungsgrenze von 75–80 % des Letztbezuges (BMF Einkommensteuerrichtlinien Rz 3369 ff.). Wer diese Grenze überschreitet, riskiert eine verdeckte Gewinnausschüttung und damit den Verlust der steuerlichen Anerkennung.
In der Praxis sind monatliche Sparbeiträge zwischen € 800 und € 3.500 typisch - abhängig von GmbH-Gewinn, GF-Bezug und Alter.
Was passiert, wenn die GmbH den Beitrag in einem Jahr nicht zahlen kann?
Die Firmenpension ist beitragsseitig flexibel. In schlechten Jahren kann der Beitrag reduziert oder vorübergehend ausgesetzt werden, ohne dass die Struktur kippt. Der bisher angesparte Pensionsanspruch bleibt erhalten. Wir bauen die Lösung von Anfang an darauf aus, weil GmbH-Gewinne selten linear verlaufen.
Was kostet die Auflösung des Vertrags vor Pensionsantritt?
Eine vorzeitige Auflösung ist möglich, aber wirtschaftlich selten sinnvoll. Bei Auflösung vor Ablauf der steuerlichen Mindestlaufzeit (7 Jahre) gehen Steuervorteile rückwirkend verloren. Allianz-tarifseitig fallen Rückkaufsabschläge in den ersten Jahren an. In den meisten Fällen ist eine Beitragsfreistellung der bessere Weg als die Auflösung - Pensionskapital bleibt aufgebaut, kein Cashflow in der GmbH nötig.
Ihre Zahl in 30 Minuten
Was kostet die Firmenpension für Ihre GmbH konkret?
Wir rechnen Ihnen mit Ihrem Jahresgewinn, Ihrer Bilanz und Ihrem GF-Bezug die konkrete Steuerersparnis, den optimalen Sparbeitrag und das erwartete Pensionskapital vor. Kostenlos. Unverbindlich.
Quellen & Belege
- BMF · Einkommensteuerrichtlinien EStR Rz 3369 ff. (Pensionsrückstellung, Überversorgungsgrenze) - findok.bmf.gv.at
- § 14 EStG (Pensionsrückstellung), § 22 KStG (Körperschaftsteuersatz) - ris.bka.gv.at
- SVS · Beitragssätze und Höchstbeitragsgrundlage 2026 - svs.at
- WKO · Lohnnebenkosten Dienstgeberanteil 2026 - wko.at
- Allianz Elementar Versicherungs-AG · Tarifgrundlagen Firmenpension - allianz.at
- VwGH 2010/15/0115, BFG Findok 43115 (Anerkennung Pensionsverpflichtung) - findok.bmf.gv.at
Stand der Daten: Mai 2026. Modellrechnungen verwenden Standardannahmen; tatsächliche Werte hängen von der individuellen Bilanzsituation und der konkreten Tarifgestaltung der Allianz Elementar Versicherungs-AG ab. Dieser Ratgeber ersetzt keine Steuerberatung.